Mitarbeiterinnen

Dr. Gerrit Kaschuba

Dr. rer.soc., Diplompädagogin wissenschaftliche Evaluationen, Forschung, Fortbildungen, Supervision

Ich führe seit vielen Jahren wissenschaftliche Untersuchungen und Evaluationen im Bereich Fort- und Weiterbildung und Arbeit durch und begleite Projekte bei Konzeptentwicklungen sowie Organisationen bei Um- und Neuorientierungsprozessen.

Weitere Schwerpunkte sind die Begleitung von Gender Mainstreaming-Prozessen in Kommunen und verschiedenen Organisationen und die Durchführung von  Fortbildungen, Gender, Diversity und interkulturellen Trainings und Supervision.

Aus- und Fortbildung

Studium der Diplompädagogik an den Universitäten Bielefeld und Tübingen (1984 Diplom), Promotion an der Universität Tübingen in Erziehungswissenschaft/Erwachsenenbildung (1998), Fortbildung zur Supervisorin in der Akademie Remscheid (Abschluss 2000), Fortbildungen in Themenzentrierter Interaktion (TZI)

Mitgliedschaften

Netzwerk Gender Training, GMEI (Gender Mainstreaming Expertinnen International), Verband baden-württembergischer Wissenschaftlerinnen, Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft und der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Arbeitsschwerpunkt: Fortbildung & Training

Über meine Tätigkeit als Bildungsreferentin in einer Organisation der Entwicklungszusammenarbeit  Mitte der 1980er Jahre lernte ich Gender Trainings in der interkulturellen Zusammenarbeit und Bildung kennen und führe diese seit 30 Jahren für verschiedene Organisationen in der Bundesrepublik durch. Die Konzepte habe ich gemeinsam mit anderen  bezogen auf den bundesrepublikanischen Kontext weiterentwickelt. Sie fokussieren Gender und Diversität mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen wie etwa interkultureller Kommunikation.

Auswahl:

Konzipierung und Durchführung von diversitätsbewussten Gender Trainings, Trainings zu Organisationsentwicklungsstrategien wie Gender Mainstreaming und interkulturelle Trainings (in Zusammenarbeit mit dem IQ-Netzwerk) in verschiedenen Organisationen wie Jobcenter, Agentur für Arbeit, Hochschule, kommunaler Verwaltung,  Länder- und Bundesministerien und in der Entwicklungszusammenarbeit, Unternehmen, Gewerkschaften

  • Fortbildungen zu gender- und diversitätsbewusster Methodik und Didaktik bei Hochschulen,  verschiedenen Bildungsträgern und für Zuständige für Fortbildung in Länderministerien
  • Führungskräftefortbildungen in kommunalen Verwaltungen und auf Länderebene, Berufsgenossenschaften (z.B. BG RCI), kirchlichen Organisationen (z.B. skd) und Unternehmen, Workshops für Vorstände und Aufsichträte zu Frauen in Führungspositionen (DWW)
  • Lehre an unterschiedlichen Hochschulen

Arbeitsschwerpunkt: Forschungs- und Praxisprojekte

 

Ich führe seit vielen Jahren wissenschaftliche Untersuchungen und Evaluationen im Bereich der Fort- und Weiterbildung,  der Arbeitsförderung, des Übergangs Schule –Beruf und der Integration von Migrant_innen durch und begleite Modellprojekte etwa bei Konzeptentwicklungen sowie Organisationen bei Um- und Neuorientierungsprozessen.  Weitere Schwerpunkte sind die Evaluation und Begleitung von Gender Mainstreaming-Prozessen in Kommunen und von  Gender-Qualifizierungen für die Bildungsarbeit.

Auswahl:

  • Forschungsprojekt "Wo-Ge - Gesundheitliche Versorgung für Menschen in Wohnungsnot". Die Forschung fndet in enger Zusammenarbeit mit innovativer Praxis in Stuttgart statt und in Kooperation mit der Hochschule Esslingen sowie mit Förderung druch die Vector-Stiftung. Laufzeit: 2017-2019
  • „Erhebung zu den Angeboten in der Jugendarbeit für LSBTTIQ-Jugendliche“ in Baden-Württemberg (eine Kooperation zwischen dem Forschungsinstitut tifs und der EH Ludwigsburg), finanziert durch das Sozialministerium Baden-Württemberg (2015-2016)
  • „Gleichstellungspolitischer Auftrag der Bundesagentur für Arbeit im SGB III – Umsetzungsstand und Handlungsempfehlungen“ - Forschungsprojekt im Zusammenschluss mit dem genderbüro Berlin) in Kooperation mit dem ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH und dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. (lAW) im Auftrag des BMAS (2012 – 2013)
  • Projekt "GeKom – Gender-Kompetenz im kommunalen Raum: Bildungsmaßnahmen zur Umsetzung von Chancengleichheit" im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung (2007 – 2010) gemeinsam mit SOWIT. Das Projekt zielte auf die geschlechterbezogene Qualifizierung der Mitarbeitenden in Kommunalverwaltungen und in Organisationen auf kommunaler Ebene durch Bildungsangebote, die die Gender-Kompetenzen fördern. Das Projekt wurde von tifs evaluiert.

Bettina Staudenmeyer, M.A.

Soziologin (BA), Gesellschaftstheoretikerin (MA); Arbeits- und Lebensmittelpunkt: Jena; E-Mail: staudenmeyer@tifs.de

 

 

Aus- und Fortbildung

Bachelorstudium der Soziologie an der Universität Bamberg, Masterstudium der Gesellschaftstheorie an der Universität Jena.

Arbeitsschwerpunkt: Forschung & wissenschaftliche Publikationen

Der Wunsch, soziale Zusammenhänge zu erforschen und tiefergehend zu verstehen, hat mich zu meinem Studienfach Soziologie gebracht. Während meines Studiums habe mich vor allem mit Themen der sozialen (Un-)Gerechtigkeit beschäftigt. Das Zusammenspiel von Theorie, Empirie und Praxis ist mir dabei besonders wichtig. Seit meinem Abschluss bin ich nun als Mitarbeiterin in Projekten im Bereich Forschen und Publizieren tätig:

  • Forschungsprojekt "WoGe - Gesundheitliche Versorgung für Menschen in Wohnungsnot". Die Forschung findet in enger Zusammenarbeit mit innovativer Praxis in Stuttgart statt und in Kooperation mit der Hochschule Esslingen sowie mit Förderung durch die Vector-Stiftung. Laufzeit: 2017 - 2019
  • Forschungsprojekt "Crystalkonsum von Frauen". Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit. Kooperation zwischen dem Forschungsinstitut tifs und der Universität Tübingen, Institut für Erziehungswiessenschaft. Zetraum: Juni 2016 bs Dezember 2017
  • „Erhebung zu den Angeboten in der Jugendarbeit für LSBTTIQ-Jugendliche“ in Baden-Württemberg (eine Kooperation zwischen dem Forschungsinstitut tifs und der EH Ludwigsburg), finanziert durch das Sozialministerium Baden-Württemberg
  • Erstellung des 3. Männergesundheitsberichts der Stiftung Männergesundheit in Kooperation mit der Hochschule Merseburg zum Thema „Sexualität“

Arbeitsschwerpunkt: Vorträge / Workshops / Hochschullehre

Seit mehreren Jahren halte ich Vorträge und Workshops für die verschiedensten Zielgruppen. Die Vermittlung von theoretischen Erkenntnissen an Interessierte, Studierende und praxisorientierte Fachkräfte ist mir ein großes Anliegen.

  • Lehrbeauftragte an der Universität Göttingen im Sommersemester 2017; "Ein Glücksgefühl, so angesprochen zu werden, wie ich bin" - Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung in der Arbeit mit Jugendlichen.
  • Vorträge und Workshops zu Geschlechterverhältnis, Intersektionalität, feministischer Theorie (insb. Judith Butler u. Jessica Benjamin), vielfältige Lebensweisen, Liebe, Sexualität, körperliche Praxen (z.B. Fußball und Bauchtanz) und sozialem Wandel
  • Lehrbeauftragte an der Universität Jena am Lehrstuhl für Allgemeine und Theoretische Soziologie  im Sommersemester 2015 (Seminar: „Die Fesseln der Liebe“ - Einführung in Jessica Benjamins feministische Theorie)
  • Fortbildungen und Trainings zu Geschlecht, Diversität, gender- und vielfaltssensibler Sprache, LSBTTIQ-Jugendlichen in der Jugendarbeit

Arbeitsschwerpunkt: Praxisprojekte

Durch ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Bereichen bin ich dazu gekommen auch beruflich nicht nur im Bereich der Forschung, sondern auch in der Praxis tätig zu sein:  Leitung einer Gruppe für geflüchtete Frauen im Projekt „Café International“ des Bildungsträgers Blitz e.V. in Thüringen.

Barbara Stauber

Prof. Dr. rer.soc., Professorin für Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen, Sozialpädagogik, Wissenschaftliche Evaluationen, Grundlagenforschung

Aus- und Fortbildung

Studium der Politikwissenschaften und Philosophie an der Universität Tübingen (1990 MA),
Promotion an der Universität Tübingen in Erziehungswissenschaft/Sozialpädagogik (1995)
Habilitation an der Universität Tübingen in Erziehungswissenschaft/Sozialpädagogik (2003).

Mitgliedschaften

Netzwerk rassismuskritische Migrationspädagogik / AG Hochschule, Zentrum für Gender und Diversitätsforschung, Kommission Sozialpädagogik der DGfE, Sektion Jugendsoziologie der DGS, IRIS e.V. – Institut für regionale Innovation und Sozialforschung

Arbeitsschwerpunkt: Forschung

Seit vielen Jahren arbeite ich mit anderen Kolleg_innen zu der Thematik biografischer Übergänge. Hierbei widme ich mich besonders der Frage der Herstellung, Gestaltung und Modifikation von Weiblichkeiten und Männlichkeiten bzw. von Geschlechteridentitäten in deren intersektionaler Verschränkung mit Rassismen und Klassismen. Ein besonderer Fokus liegt auf Übergängen von der Jugend zum Erwachsensein und deren jugendkulturellen Ausdrucksformen.

Aktuelle Projekte aus diesem Forschungsschwerpunkt:

Forschungsprojekt „Wege in und aus jugendkulturellem Rauschtrinken"

Seit dem 01.07.2011 (bis insgesamt 31.07.2015) lief das DFG-finanzierte Forschungsprojekt „Wege in und aus jugendkulturellem Rauschtrinken", das an das im Auftrag des BMG durchgeführte Forschungsprojekt „Einflussfaktoren, Motivation und Anreize zum Rauschtrinken bei Jugendlichen“ (JuR, 2/2008 – 4/2009) anknüpfte, welches in Kooperation von Universität Tübingen/Institut für Erziehungswissenschaft und dem tifs durchgeführt wurde. Ein Teil des umfangreichen qualitativen Datenmaterials, das dort unter dem Fokus Präventionsbotschaften und Bewältigungsstrategien ausgewertet wurde, wurde um zwei weitere Befragungswellen zu einem biographischen Längsschnitt erweitert und erlaubte zudem eine Perspektive auf sich verändernde Gruppenkonstellationen. Unter beiden Perspektiven ist relevant, wie Mädchen und Jungen auf diesen Wegen ihre Geschlechterrollen modellieren (Gender-Perspektive), und wie diese Wege jugendkulturell eingebettet sind (Jugendkultur-Perspektive). Indirekt haben die Ergebnisse des Projekts Bedeutung für eine Jugendgesundheitsforschung mit salutogenetischer Ausrichtung. Ein Fortsetzungsprojekt erlaubte die Ausarbeitung der Ergebnisse in ihrer grundlagentheoretischen Relevanz für die Jugendforschung.

Forschungsprojekt "Transition Processing - Pädagogische Rationalitäten in personenbezogenen Dienstleistungen zur Begleitung und Beratung von Übergängen in die Arbeit"

Von 2015 bis 2017 läuft das DFG-finanzierte Forschungsprojekt DFG-finanzierte Forschungsprojekt "Transition Processing - Pädagogische Rationalitäten in personenbezogenen Dienstleistungen zur Begleitung und Beratung von Übergängen in die Arbeit". Das Projekt fokussiert auf personenbezogene Dienstleistungen zur Begleitung und Beratung von Übergängen in die Arbeit, sowohl vom Bildungs- ins Erwerbssystem (Jugendliche und junge Erwachsene), als auch innerhalb des Erwerbssystems (Erwachsene). Aus den untersuchten „Fällen“ der Berufsorientierung an Schulen, der aufsuchende Beratung/Schulabrecher_innen, der Berufsberatung, der Transfergesellschaft und des Coaching analysiert das Tübinger Teilprojekt die Prozessierung von Übergängen im Kontext der Berufsberatung anhand eines multimethodischen Forschungsdesigns.

Forschungsprojekt zu Lebensstrategien von Familien in marginalisierten Stadtteilen

Ein ebenfalls DFG-finanziertes Forschungsprojekt zu Lebensstrategien von Familien in marginalisierten Stadtteilen wird in Kooperation mit der PH Freiburg (Prof. Dr. Christine Riegel), der Universität Klagenfurt (Prof. Dr. Erol Y?ld?z) und der Universität Basel (Prof. Dr. Thomas Geisen) durchgeführt. Ziel ist es, die Lebensstrategien von Migrationsfamilien in marginalisierten Stadtteilen qualitativ und komplementär im internationalen Kontext (D-A-CH) zu untersuchen. Fokussiert werden Bildungs- und Erwerbsstrategien. Es wird gefragt, über welche Ressourcen Migrationsfamilien in marginalisierten Stadtteilen verfügen; welche Strategien sie vor dem Hintergrund unterschiedlicher lokaler, gesellschaftlicher und politischer Kontexte entwickeln und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede im internationalen Kontext festzustellen sind. Dabei werden sowohl kollektive familiäre Strategien als auch Perspektiven einzelner Familienmitglieder in ihrer intergenerationalen und geschlechterbezogenen Dynamik analysiert.

Arbeitsschwerpunkt: Praxisevaluationen

Praxisevaluationen im Kontext von studentischen Abschlussarbeiten für

  • Das Projekt „Lebenshunger“ – Prävention von Essstörungen bei Mädchen und Jungen (TIMA e.V./Pfunzkerle e.V.) anhand von 4 Abschlussarbeiten-2010
  • Das Projekt „Herzklopfen“ – Prävention von Gewalt in Teenagerbeziehungen (TIMA e.V./Pfunzkerle e.V.) anhand von voraussichtlich 5 Abschlussarbeiten (2016 ff.)

Maria Bitzan

Prof. Dr. rer.soc., Professorin an der Hochschule Esslingen, Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege

 

 

 

Aus- und Fortbildung

Studium der Diplompädagogik, Studienrichtung Sozialpädagogik  an der Universität Tübingen (1980 Diplom), Promotion an der Universität Tübingen in Erziehungswissenschaft / Sozialpädagogik (1992).

Mitgliedschaften

Landesarbeitsgemeinschaft  Mädchenpolitik Baden-Württemberg e.V., Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit Baden-Württemberg e.V., Kommission Sozialpädagogik der DGfE, Kommission Frauen- und Geschlechterforschung der DGfE, Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in DGS, Mitarbeit beim Zukunftsplan Jugend des Landes Baden-Württemberg, Vorstand bei Kompass, Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt in Kirchheim u. T.

Arbeitsschwerpunkt: Gemeinwesenarbeit

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit dem Themenbereich der Gemeinwesenarbeit.  Was schon im Studium ein Schwerpunkt war,  verdichtete sich im ersten Forschungsprojekt zur Gemeinwesenorientierten Jugendhilfe,  und  führte zur Zusammenarbeit mit  Trägern der GWA, den Landesarbeitsgemeinschaften vor allem in Hessen und Baden-Württemberg, der Sektion GWA in der deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit  und der  weitergehenden  zielgerichteten Verfolgung dieses Themas in Theorie und Praxis. Dies verknüpft sich mit allgemeineren  Zugängen zur Thematik der Sozialraumorientierung in der Sozialen Arbeit.

Arbeitsschwerpunkt: Gender-Fragen

Ein zweiter Strang meiner Arbeitsschwerpunkte liegt in Gender-Fragen. Der Schwerpunkt geschlechterreflektierte  Jugendarbeit differenzierte sich in eine kontinuierliche Beschäftigung mit mädchenbezogener Jugendhilfe. Neben vielen Texten entstanden auch ein Lehrbuch zu diesem Komplex zusammen mit Claudia Daigler und die enge Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Netzwerken der Mädchenarbeit.

Aber auch die Fragen des allgemeinen Gender-Bezugs in d er Sozialen Arbeit verfolge ich kontinuierlich und versuche theoretische Brücken zwischen  verschiedenen Konzepten der Sozialen Arbeit, insbesondere der Lebensweltorientierung und Konzepten kritischer Sozialer Arbeit und genderreflektierenden Konzepten zu schlagen.

Arbeitsschwerpunkt: Sozial- und Jugendhilfeplanung

Aus der GWA heraus entwickelte sich der Schwerpunkt Sozial- und Jugendhilfeplanung.

Alle drei Stränge überschneiden sich und  fanden in der Dissertation zu Konfliktorientierung und Geschlechterdifferenz in der GWA zum ersten Mal ihren theoretisch- politischen Ausdruck. Aktuell sind es immer wieder Fragen nach geschlechterreflektierender Planung und Beteiligung.

Als theoretischen Rahmen arbeite ich  an Konzepten der Konfliktorientierung , die Potentiale für Theorie- und Praxisentwicklung bietet.

Arbeitsschwerpunkt: Forschungsprojekte und Praxisevaluationen

Im Bereich der kommunalen Jugendhilfe  berate ich Kommunen zu ihrer örtlichen Jugendhilfeplanung. In den Gemeinden Kirchheim u. Teck, Balingen und Mössingen verfolgte ich jeweils mehrjährige Projekte dazu. Insbesondere in Kirchheim  wurde der Soziale Dienst und die Jugendhilfe e unter gemeinwesenorientierten Gesichtspunkten wesentlich umstrukturiert.  In Mössingen wurden die Schulsozialarbeit und die Jugendarbeit evaluiert und mit Fragen der Entwicklung der kommunalen Jugendnplanung zusammengebracht (2013-2015, zusammen mit Eberhard Bolay).

Begleitungen von  Mädchentreffs und vor allem Tagungen und konzeptionelle Beratungen zur Weiterentwicklung  der Mädchenarbeit  führten dazu, dass ich  immer wieder gern von Pädagoginnen-Aks und überregionalen Netzwerken angefragt werde.

Für das Land Baden-Württemberg erstellten Hans Thiersch, Eberhard Bolay und ich den zweiten Landesjugendbericht die 13. Legislaturperiode. Insofern gehörte schon immer  auch die Jugendpolitik zu meinen Schwerpunkten.

In der Jugendhilfeforschung begleitete ich mehrere Modellprojekte wissenschaftlich über einen längeren Zeitraum. Im Projekt Hilfen  für   junge Menschen in extremen individuellen und sozialen   Problemlagen sowie in den Problematiken Wohnen und Arbeiten,  das mit Hans Thiersch und Eberhard Bolay zusammen neue Weg der biografieorientierten Jugendhilfe ausleuchtete, begann der Schwerpunkt der Adressatenorientierung  an Bedeutung zu gewinnen, den ich aktuell theoretisch weiter verfolge. Aktuell erstellen wir  ein Lehrbuch zur Adressatenorientierung

Seit Mai 2015 Projekt „Erhebung zu den Angeboten in der Jugendarbeit für LSBTTIQ-Jugendliche“ in Baden-Württemberg (eine Kooperation zwischen dem Forschungsinstitut tifs und der EH Ludwigsburg), finanziert durch das Sozialministerium Baden-Württemberg (2015-2016) im Rahmen des Zukunftsplan Jugend.

Helga Huber

Dipl. Sozialpädagogin FH, Dipl. Pädagogin

Meine Tätigkeitsfelder in der beruflichen Vollzeit im Forschungsinstitut tifs seit 1996: Praxisforschung und -beratung,  wissenschaftliche Evaluationen, Forschung.

Seit 2014 bin ich altersangemessen noch teilweise im tifs tätig.

Thematisch interessieren mich aktuell und wohl auch zukünftig, außer meinem derzeit wichtigsten Thema „Erhalt und Schaffung von Lebensqualität im Prozess des Älterwerdens und im Alter, sowie die Gestaltung von generationenübergreifendem Miteinander in Nachbarschaften und Stadtquartieren“, weiterhin Themen zur sozialpädagogischen Praxis auf Handlungsfeldern für Kinder und Jugendliche und zu Lebenslagen und Lebensführung von Frauen in marginalisierten Lebenslagen. Zum qualitativen und quantitativen Einsatz von Methoden der Sozialforschung in der Praxisforschung und in wissenschaftlichen Evaluationen möchte ich mich zukünftig noch beratend betätigen. 

Aus- und Fortbildung

Mein sozialpädagogisch-beruflicher Werdegang führte vom ehrenamtlichen Engagement in einem Jugendverband über die Anstellung bei einem großen Jugendhausträger in Stuttgart auf dem zweiten Bildungsweg zum Studium der Sozialpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule in Reutlingen (Diplom 1983) und der Diplompädagogik, Studienrichtung Sozialpädagogik,  an der Universität Tübingen (Diplom1986). Während des Studiums in Tübingen entwickelte ich mein Interesse für die Sozialforschung, sowohl in theoretisch-methodologischer als auch anwendungsbezogener Hinsicht. Über die Beteiligung in einem Jugendforschungsprojekt vom Deutschen Jugendinstitut München (DJI) und die Durchführung eines Frauenforschungsprojekts am Institut für Erziehungswissenschaft I (IFE) der Universität Tübingen führte der Weg zur Mitbegründung von tifs im Jahr 1996. 

Arbeitsschwerpunkt: Forschung/Projekte

Die Themen meiner Berufslaufbahn in Forschungsprojekten und Praxisevaluationen können anhand der Listen zu Projekten, Veröffentlichungen, Evaluations- und Forschungsberichten im Archiv dieser Website nachverfolgt werden.
Im Rückblick möchte ich an dieser Stelle auf mir besonders wichtige frühere und aktuelle Produkte verweisen:

„Langzeitwirkung eines Empowerment-Ansatzes in der Arbeit mit obdach- und wohnungslosen Frauen“. 2014-2015.

Die anwendungsbezogene wissenschaftliche Fallstudie führe ich gemeinsam mit Prof. Dr. Beate Blank, Empowerment Consulting durch. Die Finanzierung erfolgt zum Teil in Eigenleistung und mit Spenden von der Paul-Lechler-Stiftung gGmbH, Stuttgart, dem Caritasverband Stuttgart, dem Förderverein der Wohnungslosenhilfe in Deutschland e.V., Berlin. Die Studie ist noch in Bearbeitung. Näheres ist unter der Rubrik „Ausführlichere Projektdarstellungen“ zu finden.

 

„Komm Mit“ - Integratives und (sprach-)förderndes Projekt für Mütter und Kinder mit Migrationshintergrund. Projektbericht 2014

Die Laufzeit von Komm mit erstreckte sich über den Zeitraum von drei Jahren (Oktober 2010 bis August 2013). Das Projekt wurde getragen vom Jugendförderverein Zollernalbkreis e.V. und finanziert von der Aktion Mensch.
Als Ziele des Projekts waren angestrebt: für Mütter und Kinder die Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten und die Erschließung bzw. Erweiterung von soziokulturellen und sozialräumlichen Erfahrungsräumen, zwischen den Teilnehmerinnen und zur Schule die interkulturelle Verständigung sowie eine verbesserte schulische Integration.
Bei der Planung des Projekts entstand ein vielschichtiges Konzept, das die Familien und die Schule einbezog:

  • Mütter und Kinder sollten gemeinsam  an dem Bildungsangebot teilnehmen und in unterschiedlicher Zusammensetzung lernen: Mütter und Kinder jeweils unter sich sowie Mütter und Kinder gemeinsam.
  • Zwischen Schule und Elternhaus sollten Brücken gebaut werden.

Die Evaluation bezog sich auf diese zwei Bereiche, von denen der eine einem Familienbildungskurs entspricht, während der andere die Zusammenarbeit mit der Schule (Schulleitung und Schulpädagoginnen) und die Unterstützung für und Vermittlung zwischen Elternhaus und Schule beinhaltet. Der Bericht ist als pdf-Datei auf der tifs-website abrufbar.

 

Haus Weitblick - Studie zur Entstehung und Entwicklung des gemeinschaftlichen Wohnprojekts

Die Evaluation erfolgte im Zeitraum 2010-2011. Näheres ist unter der Rubrik „Ausführlichere Projektdarstellungen“ zu finden. Der Bericht ist als pdf-Datei auf der tifs-website abrufbar.

 

Jugend im WertAll – Wertekommunikation in der außerschulischen Jugendbildung. 2003 – 2007

Das vom Landesjugendring ausgeführte Programm der Landesstiftung Baden Württemberg, (inzwischen Baden-Württemberg Stiftung) wurde von tifs in zwei Phasen wissenschaftlich evaluiert.
Die Auseinandersetzung mit Werten zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen war das zentrale Anliegen des Programms. Von Trägern der außerschulischen Jugendbildung wurden Projekte konzipiert und durchgeführt, in denen Jugendliche Werte reflektieren und kommunizieren sowie sich engagieren sollten. Aus der Perspektive von Projektdurchführenden und Teilnehmenden wurden in der ersten Phase Absichten, Motivationen, Erlebnisse, Erfahrungen, Erkenntnisse erhoben und ausgewertet. Die Ergebnisse wurden in Fallskizzen aufgearbeitet und zeigten, wie in unterschiedlichen institutionellen Kontexten (Jugendverbände, Einrichtungen der Erziehungshilfe, Offene  Jugendarbeit) und mit unterschiedlichen Zielgruppen Wertekommunikation angelegt war (Huber, Kaschuba 2006).
Die Auswertung der exemplarisch evaluierten Projekte über den Gesamtzeitraum hat gezeigt, dass die für Werte und Themen offenen Experimentierfelder bei „Jugend im WertAll“ zur Erweiterung von Handlungsspielräumen und zur Persönlichkeitsbildung beigetragen haben. Der Bericht zum zweiten Projektzeitraum wurde deswegen auf Aspekte der Persönlichkeitsbildung im Rahmen von pädagogischen Interventionen bezogen, die in „typischen Konstellation“ (in den unterschiedlichen Organisationen) der außerschulischen Jugendbildung erfolgen. (Huber 2008).

 

„Wohnungsnot und Obdachlosigkeit von Frauen in Nordrhein-Westfalen: Bedarfslagen, Hilfen und neue Wege“. 2003 – 2004

Der Forschungsauftrag wurde vom Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen erteilt und gemeinsam mit Brigitte Sellach und Uta Enders-Dragässer von der Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Frauenforschung/GSF e.V., Frankfurt, durchgeführt.
Das übergreifende Ziel diese Untersuchung war es, geschlechterdiffernzierte Daten zum Bedarf von und zu Angeboten für Frauen mit einer Wohnungsnotfallproblematik in NRW zu gewinnen, als Grundlage von Empfehlungen für eine frauengerechte Weiterentwicklung und Optimierung der Wohnungsnotfallhilfe in NRW. Es wurden Daten zur Situation von Frauen mit einer Wohnungsnotfallproblematik und zu ihrem spezifischen Hilfebedarf erhoben. In mehreren Untersuchungsschritten wurden Expertinnen/Experten aus ausgewählten Kommunen und Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege leitfadengestützt interviewt. Einrichtungsträger wurden landesweit mit einem standardisierten Fragebogen befragt.

Arbeitsschwerpunkt: Engagement und Vernetzung in Praxisfeldern

Engagement und Vernetzung  hat sich bei mir auf sozialpädagogischen sowie sozialpolitischen Handlungsfeldern im kommunalen Kontext abgespielt und bewegt sich immer noch in diesem Rahmen.

Parteilichkeit in der Politik für Frauen habe ich über viele Jahre hinweg (1988-1996) gemeinsam mit Kolleginnen aus dem Frauenhaus und aus sozialen Einrichtungen und Ämtern im Frauenforum Silberdistel  Zollernalbkreis verfolgt. Dort entstanden die Idee und die Vorbereitung des Vereins  Feuervogel, der seither als Verein für eine Kontakt-, Info- und Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt im Zollernalbkreis wirkt. Während dieser Zeit gab es eine intensive Zusammenarbeit zwischen Kolleginnen der kommunalen Praxisebene im Zollernalbkreis und der Wissenschaftsebene vom IFE der Universität Tübingen, was über Jahre hinweg zu gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen und Konferenzen führte.

Jahrzehntelang angesammeltes Wissen und Erfahrungen nutze ich seit über 10 Jahren als Vorsitzende von Huckleberry und Pippilotta. Verein zur Förderung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Eltern aus suchtbelasteten Familien e.V. und seit kurzem im Vorstand vom generationen netz balingen e.V. Der Verein möchte das Miteinander der Generationen fördern, die vorhandenen Kompetenzen und die Hilfsbereitschaft vieler Menschen einbeziehen und sich bei der gesellschaftlichen Weiterentwicklung der Stadt Balingen und ihrer Stadtteile aktiv einbringen.