tifs-Newsletter 2022_23

Februar 2023 In unserem jährlichen Newsletter geht es dieses Mal schwerpunktmäßig um Elternschaft in feministischen Bewegungen: Wir berichten über die spannende erste Veranstaltung unserer Reihe "(Queer)Feminismen im Dialog", die im November 2022 stattgefunden hat. Darüber hinaus geben wir wie gewohnt Einblicke in abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte und Veranstaltungen und geben einen Überblick über unsere Publikationen.

Sie finden den Newsletter hier. Wir wünschen eine interessante Lektüre!

Joumana Seif erhält Anne-Klein-Frauenpreis

Januar 2023: Der Anne-Klein-Frauenpreis geht 2023 an die syrische Juristin, Frauenrechtlerin und Menschenrechtsaktivistin Joumana Seif. Er wird am Freitag, 3. März, 19.00 (MEZ) verliehen in der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin Anmeldung oder im Livestream

Joumana Seif ist Mitbegründerin des „Syrian Women’s Network“ (2013), das sich für Geschlechter­gerechtig­keit und die Einbindung von Frauen in die politischen Entscheidungen eines Syriens von Morgen einsetzt. Im Mai 2017 kam sie als Research Fellow zum ECCHR in den Programmbereich Völkerstraf­taten und rechtliche Verantwortung. Seit März 2022 ist sie Legal Advisor des ECCHR zu den Schwerpunkten Syrien und sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt. So arbeitete Joumana Seif zum Al-Khatib-Prozess vor dem Oberlandesgericht Koblenz und begleitete eng die beteiligten Folterüberlebenden. Ihr Bericht „Words against Silence“ analysiert die Gründe und Auswirkungen von politischer Haft und Folter aus der Perspektive von Frauen, welche nach ihrer Freilassung zusätzlich zu Traumata und Schuldgefühlen gesellschaftliche Stigmatisierung und Diskriminierung erfahren. Die Bedeutung von Joumana Seifs Arbeit reicht weit über den syrischen Kontext hinaus: Hier wird Völkerrecht weiterentwickelt. 

Der Anne-Klein-Frauenpreis ist mit 10.000 € dotiert. Weitere Informationen über die Preisträgerin gibt es hier

"Der intersektionale Ansatz hilft unheimlich [...]"

Dezember 2022: Wir freuen uns sehr, über die Veröffentlichung des 5. Beitrags in der tifs-Schriftenreihe! Unter dem Titel "Der intersektionale Ansatz hilft unheimlich, die notwendige Wertschätzung zu haben“ Annäherungen an eine intersektionale Praxis(forschung) publizieren wir die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "Gender- und Diversitätsaspekte bei der professionellen Unterstützung von Drogenkonsumierenden mit Fokus auf Crystal-Konsum (GeDiC)“, das wir Anfang des Jahres abgeschlossen haben. Im Anhang der Publikation befindet sich auch eine Handreichung, die aus dem Projekt hervorgegangen ist, mit intersektionalen Anregungen für die Arbeit mit drogenkonsumierenden Klient*innen.

Wir wünschen spannende Lektüre!

Elternschaft in feministischen Bewegungen

Update: Die Veranstaltung wird online via Zoom stattfinden! Den Link erhalten Sie nach Anmeldung.

Unsere Veranstaltungsreihe "(Queer)Feminismen im Dialog", die sich rund um Elternschaft dreht, startet am startet am 21. November mit dem Thema "Elternschaft in feministischen Bewegungen".

Immer wieder nimmt das Thema Elternschaft in feministischen Debatten breiten Raum ein – um dann wieder fast gänzlich zu verschwinden. Da passiert es leicht, dass historische Linien von Debatten unsichtbar werden. Stellt das Thema Elternschaft eine Leerstelle in feministischen Debatten und Bewegungen dar? Diese, insbesondere von älteren Feministinnen infrage gestellte These wollen wir aus verschiedenen Perspektiven diskutieren. Dafür nehmen wir die Debatte vom "Müttermanifest" der 1980-er Jahre bis hin zu aktuellen queer-feministischen Perspektiven auf Elternschaft in den Blick.

Es diskutieren Lisa Yashodhara Haller, Herausgeberin des Handbuches "Feministische Perspektiven auf Elternschaft", Verena Sulfrian, Mitbegründerin der Gruppe "LesKids - Lesben und Kinder" in den 90ern, Yandé Thoen-McGeehan, Autorin zum Thema Mutterschaft als Person Of Color und Maria Bitzan vom Forschungsinstitut tifs mit Erinnerungen an frühere feministische Debatten rund um Mutterschaft und Elternschaft.

Wann? 21. November 18:30-21:00 Uhr
Wo? Online via Zoom

Wir bitten um Anmeldung bis zum 11.11.2022 unter info(at)tifs.de

Die Veranstaltungsreihe wird vom Forschungsinstitut tifs durchgeführt, finanziert aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat. Nähere Infos finden Sie hier.             

Neuer Beitrag in der tifs-Schriftenreihe erschienen

Juli 2022: Wir freuen uns sehr, dass der neueste Beitrag unserer tifs-Schriftenreihe online erschienen ist. Die Publikation mit dem Titel "Verständigung und Konflikt –Solidarische Debattenkultur in feministischen Politiken" ist die Dokumentation der tifs-Tagung, welche vom 14. bis 15.10.2021 in Bad Urach stattgefunden hat. Sie kann hier heruntergeladen werden.

Warum diese Tagungsdokumentation? Derzeit erleben wir in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, sei es in Forschung oder in (aktivistischer) Praxis und (institutioneller) Politik, eine Zunahme von Auseinandersetzungenin und um feministische Positionierungen. Dabei zeigen sich Konflikte zwischen verschiedenen feministischen, geschlechterpolitischen Richtungen, gender- und diversitätsbewusster Praxis und sozialen Bewegungen. Zugleich nehmen in der Gesellschaft, besonders den Medien, Infragestellungen von bereits (vermeintlich?) etablierten Errungenschaften zu – bis hin zu antifeministischen Positionierungen und Aktivitäten.

Ein zentraler Ansatzpunkt für die Tagung war es, an den ‚Enden‘ dessen, was uns bewegt, was verletzt, was konflikthaft ist, anzusetzen, weiterzudenken und einen solidarischen Komunikationsraum schaffen. Die Beiträge und Dynamiken dieser Auseinandersetzungen werden im Beitrag der Schriftenreihe dokumentiert.

 

Wissenschaftlichen Begleitung des netzwerk medien.vielfalt!

"Verrückt, was wir wir so alles auf die Beine gestellt haben..."

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des netzwerk medien.vielfalt! durch das Forschungsinstitut tifs stehen online. Sie können auf deutsch, englisch und französisch hier heruntergeladen werden.Das Netzwerk hat es sich zum Ziel gesetzt, ein nachhaltiges und überregionales Netzwerk von Geflüchtetenredaktionen zu etablieren.

Gendern in Leichter Sprache

Anlässlich des Internationalen Tags der Leichten Sprache am 28.Mai 2022 wollen wir auf das Online-Wörterbuch geschlechter-abc.de in Leichter Sprache hinweisen, welches das Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V gemeinsam mit der Übersetzerin Anne Scheschonk erarbeitet und durch die Prüfgruppe „Wir verstehen uns.“ der Lebenshilfe Mansfelder Land e.V. rückbesprochen hat. Im Sommer 2022 soll das Wörterbuch in gedruckter Variante erscheinen.

Ankündigung Gender-Salon

Im Fokus unseres nächsten Gender-Salons am 23. Mai 2022 steht das Buch "Kämpferinnen", in dem 12 bekannte Frauen* portraitiert werden, welche Diskriminierung von Frauen aufgedeckt haben, die Frauenforschung an die Unis gebracht haben und vieles mehr und die heute über 75 Jahre alt sind. Portraitiert wurden sie von einer jüngeren femnisitschen Generation. Online anwesend werden die Initiatorin des Projekts, Birgit Buchinger (Sozialforscherin und Organisationsentwicklerin), sowie zwei Autorinnen sein. Sie werden aus ihrem Buch lesen und über den Entstehungsprozess inklusive intergenerativem Auseinandersetzungsprozess berichten.

Der Gender-Salon wird online von 19-21:30 Uhr stattfinden. Wir bitten um Anmeldung über info(at)tifs.de bis zum 15. Mai.

Die Einladung finden Sie hier.

 

Internationaler Tag gegen Rassismus

Am 21. März, zum internationalen Tag gegen Rassismus, wird es auf der Wüsten Welle, dem Freien Radio in Tübingen, von 10-20 Uhr ein Sonderprogramm zum Thema Rassismus geben, auf das wir hinweisen wollen. Das Programm kann über 96,6 MHz UKW Antenne | 97,45 MHz Kabelnetz empfangen werden oder online über https://www.wueste-welle.de/ gestreamt werden.

Im Rahmen der Wochen rund um den internationalen Tag gegen Rassismus wollen wir außerdem auf die Veranstaltung „Antirassismus & Allyship – am Beispiel des netzwerk medien.vielfalt!“ hinweisen. Das bundesweite Netzwerk von geflüchteten Medienschaffenden wird von der Wüsten Welle koordiniert. Über Radiosendungen und Podcasts wollen Redaktionen von Geflüchteten und Migrant*innen, die bei verschiedenen Freien Radios und weiteren Institutionen angesiedelt sind, ihre Stimmen, Erfahrungen und Perspektivenhörbar machen. Der Aufbau des Netzwerks wurde im letzten Jahr durch das Forschungsinstitut tifs wissenschaftlich begleitet. Bei der Veranstaltung geht es um Allianzen gegen Rassismus. Die Veranstaltung findet am 26. März um 19 Uhr online statt. Mehr Infos hier.

Wir möchten den Tag gegen Rassismus außerdem zum Anlass nehmen, um auf die rassistischen Praxen an den Grenzen bei der Einreise von Geflüchteten aus der Ukraine zu verweisen. „In der Ukraine befinden sich laut UNHCR Geflüchtete aus über 60 Ländern. Sie sind dort entweder auf dem Durchweg nach Europa oder haben in der Ukraine bereits Schutz gefunden. Auch diese Menschen werden Opfer des russischen Angriffskrieges, sie bedürfen des gleichen Schutzes und der Unterstützung wie die ukrainischen Geflüchteten. Gleichzeitig sind in der Ukraine ca. 20 % der Studierenden afrikanischer Herkunft. Diese Studierenden bedürfen ebenso Schutz und Unterstützung.
Alle Flüchtlinge sind Kriegsflüchtlinge, für alle gilt das Völkerrecht, alle Flüchtlinge haben ein Recht auf Schutz vor Gewalt und Krieg. Daher sind alle Menschen an den Grenzen gleich zu behandeln. Sie müssen ein gesichertes Aufenthaltsrecht bekommen, das Recht auf Arbeit und das Recht auf existenzsichernde Sozialleistungen. Wichtig ist auf diese Gruppe der nichtukrainischen Flüchtlinge zu schauen und hier besondere Solidarität zu leisten“ (Thome Newsletter 11/2022)

Inzwischen gibt es Initiativen von Selbstorganisationen, die Busse für Menschen of Color (PoC), die aus der Ukraine fliehen, organisieren. Beispielsweise Women in Exile kündigt diese in den sozialen Medien an: www.facebook.com/Women-in-Exile-Friends-953605994710745

8. März 2022

Unter dem Motto "Überlastet, ungesehen, un(ter)bezahlt" wird heute zum 8. März in vielen Städten zu Demonstrationen aufgerufen, so zum Beispiel auch in Freiburg: https://fstreikfreiburg.wordpress.com/was-tun-am-8-maerz/

Die Gewerkschaft ver.di ruft zu einem bundesweiten Warnstreik des Sozial- und Erziehungsdienstes auf - ebenfalls symbolträchtig am 8. März: https://mehr-braucht-mehr.verdi.de/aktionstage

Thematisch passend möchten wir außerdem auf den Vortrag von Uta Meier-Gräwe verweisen, die am 8. März in Tübingen einen Vortrag zu "Care Arbeit - Was heißt hier systemrelevant?" halten wird. Nähere Infos finden Sie hier: https://www.tuebingen.de/aktionsbuendnisgleichstellung#/33938/3592

Anlässlich des Internationalen Frauentags ruft das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg außerdem zu mehr Sichtbarkeit für die Leben und Perspektiven von lesbischen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Frauen auf. Dazu gehört neben den gegenwärtigen Kämpfen gegen Diskriminierung und Gewalt und für mehr Akzeptanz und Gleichberechtigung, auch ihre historisch zu forschen und Geschichten sichtbar zu machen:

https://www.netzwerk-lsbttiq.net/aktuelles/520-frauentag2022

Wir möchten außerdem auf das Manifest russischer Feministinnen gegen den Krieg in der Ukraine verweisen und darum bitten, es zu verbreiten:

https://jacobin.de/artikel/feministinnen-in-russland-protestieren-gegen-putins-krieg-ukraine-invasion-putin-opposition/

Auch in Deutschland sprechen sich  anlässlich des Internationalen Frauentags 41 Frauen- und weitere Nichtregierungsorganisationen in Deutschland allen Menschen in der Ukraine ihre Solidarität aus und fordern das sofortige Ende des Krieges:

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/aktuelles/nachrichten/nachricht/buendnis-istanbul-konvention-veroeffentlicht-statement-zum-internationalen-frauentag-solidaritaet-mit-den-menschen-in-der-ukraine.html?file=files/userdata/downloads/pressemitteilungen/Pressemitteilungen%20bff%20allgemein/solidaritaetsschreiben.pdf&cid=13692

Und zu guter Letzt, eine motivierende Analyse der feministischen Proteste der letzten Jahre von Constanze Stutz unter dem Titel „...und die Welt steht still: kollektive feministische Aktion zwischen Aufstand und Streik“:

https://www.gender-blog.de/beitrag/feministische-aktion-aufstand-streik

 

Entschädigung für Verurteilung aufgrund "homosexueller Handlungen"

Noch bis zum 21. Juli 2022 können Betroffene, die strafrechtlich verfolgt oder verurteilt wurden aufgrund der §§175 ,175a StGB oder §151 StGB-DDR eine Entschädigung von der Bundesrepublik Deutschland erhalten.
Nähere Informationen finden Sie hier.

tifs-Newsletter 2021/22 erschienen

Februar 2022: Wir freuen uns, Ihnen den  Newsletter des Forschungsinstituts tifs 2021_22 in neuer Aufmachung vorstellen zu dürfen und wünschen anregende Lektüre! Wir freuen uns über Rückmeldungen vor allem in Bezug auf unsere Schwerpunktartikel, aber gerne auch zu anderen Informationen und Aktivitäten.
 

Neuer Beitrag in der tifs-Schriftenreihe erschienen

Dezember 2021: Pünktlich als Lektüre für die Feiertage ist der Forschungsbericht "Gesundheitliche Versorgung für Menschen in Wohnungsnot. Zugänge zum Gesundheitswesen – exemplarische Fallstudien unter Berücksichtigung von Gender- und Diversitätsaspekten" in der tifs-Schriftenreihe erschienen.

Der Bericht ist aus unserem Forschungsprojekt WoGe hervorgegangen, das in Kooperation von tifs und der Hochschule Esslingen durchgeführt wurde und eine begleitende Forschung zum Modell-Projekt "MediA  - Medizinische Assistenz im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung für Menschen in Wohnungsnot in der Landeshauptstadt Stuttgart" darstellte.

Wir wünschen eine interessante Lektüre und erholsame Feiertage!

Aktionstage gegen geschlechtsbezogene Gewalt

Wir möchten auf den Transgender Day Of Remembrance am 20.11. und den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11. aufmerksam machen. Wir unterstützen die damit in Verbindung stehenden Forderungen des Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg zur geschlechtlichen Selbstbestimmung und die des Landesfrauenrats Baden-Württemberg zur konsequenten Umsetzung der Instanbul-Konvention.

 

tifs-Tagung 2021

Verständigung und Konflikt. Solidarische Debattenkultur in feministischen Politiken
vom 14.-15.10.2021 in Bad Urach

Derzeit erleben wir in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, sei es in Forschung oder in der Praxis und Politik, eine Zunahme antifeministischer Diskurse und Aktivitäten. Gleichzeitig tragen die verschiedenen Debatten um Identitätspolitik zu einer Verunsicherung und darüber hinaus stellenweise auch zu Konflikten in feministischen und gleichstellungspolitischen Kreisen bei (Stichworte wie LSBTIQ, rassismuskritische Positionen etc.). Damit einher geht das Ringen um die Umsetzung einer intersektionalen Perspektive, die vor allem im letzten Jahrzehnt immer stärker wurde und die Anfragen an bisherige Gleichstellungs- und feministische Ansätze stellt. Dazu gehört auch die Frage, wer für wen sprechen darf. Konfliktlinien lassen sich an verschiede-nen aktuellen Themen ausmachen wie z.B. Sprache, Bildungsprogramme für Frauen/Mädchen, Kopftuch, Prostitution. Darüber hinaus haben wir es in vielen feministischen Organisationen und Projekten mit einem Generationenwechsel bzw. intergenerativem Arbeiten zu tun.

Mit den Referent*innen Bini Adamczak, Dr.in Barbara Stiegler, Peggy Piesche und Jessica Wagner und den Teilnehmer*innen der Tagung wollen wir unterschiedlichen feministischen Perspektiven einen Raum geben und den Blick nach vorn auf Handlungsperspektiven lenken.

Die Tagung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg statt und wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg. Den Flyer zur Tagung finden Sie hier.

Anmeldung bis 01.09.2021 per Mail an: Gordana.Schumann(at)lpb.bwl.de

Die Tagung ist als Präsenzveranstaltung geplant und wird je nach Pandemie-Entwicklung ggf. in hybrider Form umgesetzt.

Gender-Forschungssalon

Der aktuelle Diskurs um Femi(ni)zide –
zur Ankunft eines ‚travelling concept‘

Am Montag, den 5. Juli 2021 findet der nächste Gender-Forschungssalon zum Kozept und Begriff des Femi(ni)zid mit Sabine Maier von tifs statt, die 2015 zu den Strafrechtsreformen zu Feminiziden in Mexiko geforscht hat und seitdem gespannt beobachtet, wie die Debatte in Deutschland langsam beginnt. Der Salon wird digital via Zoom stattfinden.
Wir bitten um Anmeldung (info(at)tifs.de) bis zum 27.06.2021 per E-Mail. Der Zugangslink wird nach Anmeldung verschickt. Nähere Infos finden Sie hier.

Stellungnahme queere Jugendarbeit

Forschungsinstitut tifs, Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg und LAG Mädchen*politik Baden-Württemberg: Am 22.2.2021 fand ein Expert*innen-Hearing zur Gender-qualifizierungsoffensive (GeQuO) statt. Es beteiligten sich 25 Vertreter*innen aus den landesweiten Jugendverbänden, Organisationen der Jugendarbeit & Jugendsozialarbeit und Organisationen, die Module der Genderqualifizierung gebucht hatten, sowie GeQuO-Trainer*innen. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Wirkungsanalyse der GeQuO I und II, die vom Forschungsinstitut tifs e.V. durchgeführt wurde, stellten die Grundlage der Diskussion unter den Expert*innen dar. Es wurden Empfehlungen zur Implementierung einer gender- und diversitätsbewussten, queeren Jugend(sozial)arbeitin Baden-Württemberg erarbeitet, die in der folgenden Stellungnahme nachgelesen und verbreitet werden können.

 

 

Aufruf Antidiskriminierungsgesetz

Update: Das Landesantidiskriminierungsgesetz wurde als ein Vorhaben im baden-württembergischen Sondierungspapier von CDU und GRÜNE festgeschrieben, welches am 3. April 2021 vorgelegt wurde! Das Papier ist die Grundlage für die Koalitionsverhandlungen zur Bildung der neuen grün-schwarzen Koalition für Baden-Württemberg. Der Aufruf kann und soll weiterhin unterschrieben werden.

Das Forschungsinstitut tifs unterstützt den Aufruf für ein Landes-antidiskriminierungsgesetz in Baden-Württemberg. Darin werden die Parteien im Landtag aufgefordert, im Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode ein solches Gesetz zu verankern und für die konkrete Ausgestaltung Betroffenenverbänden und Beratungsstellen partizipativ einzubeziehen.

https://lag-adb-bw.de/aufruf-ladg/

Regionale Werkstätten "Gemeinsam kompetent"

Zusammenarbeit zwischen Suchthilfe und weiteren Einrichtungen im Hilfesystem unter Gender- und Diversitätsaspekten

Im Projekt "Gender- und Diversitätsaspekte bei der professionellen Unterstützung von Drogenkonsumierenden mit Fokus auf Crystal-Konsum (GeDiC)" finden am 29.4. und 8.6. zwei regionale Werkstätten in Mittelfranken und Sachsen statt. Ziel der Werkstätten ist es, zur Sensibilisierung und (Weiter)Qualifizierung von Fachkräften aus verschiedenen Hilfesystemen für Crystal-Konsum (in Kombination mit anderen Drogen) in einer gender- und diversitätsbewussten Perspektive beizutragen und gelingende Vernetzungen und Verweisstrukturen zwischen der Suchthilfe und anderen Hilfesystemen (weiter) zu entwickeln. Häufig ist in Einrichtungen außerhalb der Suchthilfe nicht bekannt, ob  Klient*innen Crystal Meth oder andere Drogen konsumieren, gleichzeitig kann ein Wissen über Motive und Wirkungen eines solchen Konsums eine wichtige Rolle für die Arbeit in den verschiedenen Hilfe- und Beratungsbereichen spielen. Vor den institutionellen Hintergründen der verschiedenen Teilnehmer*innen sollen professionelle Handlungsmöglichkeiten der Fachkräfte erörtert und (weiter)entwickelt werden.

Der 8. März 2021 naht…

…und mit ihm viele Aktionen - trotz und gerade wegen der Corona Krise:  

Der „Platz für Sorge“ wird u.a. in Tübingen ausgerufen. Das Bündnis Care Revolution hat dazu aufgerufen. In Tübingen wird die Aktion bereits am 7. März im Rahmen eines Stadtspaziergangs stattfinden. Am 8. März wird es in Tübingen dann um 18 Uhr eine Demonstration vom Marktplatz aus geben. Weitere Infos zum Platz für Sorge finden sich hier: https://care-revolution.org/aktuelles/care-revolution-startet-kampagne-platz-fuer-sorge/

Außerdem wird in Reutlingen am 8. März das Mädchenhaus eröffnet (hybrid) und  es findet eine online Veranstaltung unter dem Motto „Die Krise trifft nicht alle gleich“ statt, u.a. mit Jutta Allmendiger, durchgeführt von der Stabstelle Gleichstellung und Integration der Stadt Tübingen und des „Tübinger Frauennetzwerk 8. März“.

tifs-Newsletter 2020/21 erschienen

Kurz nach dem Jahreswechsel ist wieder unser tifs-Newsletter mit Rückblicken auf das Jahr 2020 und Ausblicken auf 2021 erschienen. Unser Schwerpunktartikel befasst sich - wie könnte es anders sein - mit dem Thema "Corona-Pandemie, Strukturkrise und Geschlechterverhältnisse". Auch kündigen wir darin - ganz optimistisch - unsere geplante tifs-Tagung am 14./15. Oktober 2021 zum Thema "Verständigung und Konflikt. Solidarische Debattenkultur in feministischen Politiken" an.

Viel Spaß bei der Lektüre!

 

Gender-Forschungssalon wird verschoben

Der Gender-Forschungssalon zu "Identitätspolitik und Empowerment", der am 19. November 2020 von 19 bis 21.30 Uhr stattfinden sollte, muss aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie leider verschoben werden. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: wir werden diesen Salon noch hinbekommen, u.U. etwas kurzfristiger und nicht mit so langem zeitlichem Vorlauf.

Weitere Informationen zum Salon hier.

 

Die Krise trifft nicht alle gleich

Web-Talk: Zementiert Corona die Geschlechterungerechtigkeit?
Die Erfahrungen der letzten Monate zeigen: Die Corona-Krise ist nicht geschlechtsneutral. Sie trifft Frauen anders als Männer – und oft noch wesentlich gravierender. Haben wir es tatsächlich mit einem „Rollback der Gleichberechtigung“ zu tun?

Gerrit Kaschuba von tifs diskutierte am 16. Juli 2020 gemeinsam mit Manuela Rukavina in der Web-Talk Reihe der Landeszentrale für politische Bildung "Wie schützen wir unsere Grundrechte vor Corona?"

Nachzuhören ist die Diskussion hier:
https://www.youtube.com/watch?v=tJmZuUG9fxo

tifs-Newsletter 2019/2020

10.01.2020
Unser jährlicher tifs-Newsletter, der Sie über unsere aktuelle Arbeit informiert, ist erschienen.


Hier können Sie ihn downloaden:
tifs-Newsletter 2019_2020

Geflüchtete Mädchen und Frauen mit Bezug zu Substanzkonsum im Hilfesystem in Nordrhein-Westfalen

Neuer Beitrag in der tifs-Schriftenreihe erschienen

In Zusammenarbeit der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA, mit tifs –Bettina Staudenmeyer/Gerrit Kaschuba GbR ist ein Forschungsbericht (Online) erstanden, der das bislang wenig beachtete Thema des Substanzkonsums von geflüchteten Mädchen und Frauen beleuchtet. Die Untersuchung wurde vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW gefördert. Die Ergebnisse sind in der folgenden tifs-Schrift nachzulesen:

Staudenmeyer, Bettina 2019: „Die Hilfen müssen da ankommen, wo die Betroffenen sowieso schon sind“. Geflüchtete Mädchen und Frauen mit Bezug zu Substanzkonsum im Hilfesystem in Nordrhein-Westfalen. Bestandsaufnahme und Bedarfserhebung. Schriftenreihe des Forschungsinstituts tifs e.V., Gender- und diversitätsbewusste Theorie und Praxis 2019, Nr. 2. (Download PDF-Dokument)

Gender-Forschungssalon

Identitätspolitiken und (Anti-)Feminismus

Der nächsten Gender-Forschungssalon von tifs findet am 4.11.2019 um 19 Uhr zu dem Thema "Identitätspolitiken und (Anti)Feminismus" in den Räumlichkeiten von tifs statt.

Nähere Informationen finden Sie unter Gender-Forschungssalon.

Interview zur Fußball-WM

25.06.2019
"Wie sich die Berichterstattung über Frauenfußball verändert hat"
Interviews mit der tifs-Mitarbeiterin Bettina Staudenmeyer zur aktuellen Berichterstattung über die Fußball-WM: Wie hat sich die Darstellung von Geschlecht in den Medien seit 2011 verändert?

https://www.jetzt.de/sport/geschlechterklischees-in-der-berichterstattung-zur-fussball-wm-der-frauen

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/berichterstattung-ueber-frauenfussball-weniger-stereotype-mehr-sport

Fachtag "Vielfalt Verankern"

11. März 2019
Landesweiter Fachtag „Vielfalt verankern in Baden-Württemberg“ im Rahmen der Gender-Qualifizierungsoffensive II unter Mitwirkung von tifs. Die Tagung bündelt die geballten Expertise, die in Baden-Württemberg in den letzten Jahren zum Thema LSBTTIQ und Jugendarbeit gesammelt wurde. Unter anderem werden dabei die Ergebnisse der Studie "Ein Glücksgefühl, so angesprochen zu werden, wie ich bin" des Forschungsinstituts tifs und der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg vorgestellt. Das Programm finden Sie hier.

 

Internationaler Weltfrauentag

8. März 2019
Wir wünschen einen inspirierenden und ermutigenden Internationalen Weltfrauentag, der dieses Jahr an vielen Orten dieser Welt und auch in Deutschland als Frauen*streiktag begangen wird. Das bundesweite Frauen*streikbündnis ruft unter dem Motto "Wenn wir die Arbeit niederlegen, steht die Welt still" dazu auf, Lohnarbeit und unbezahlte Care Arbeit morgen niederzulegen und sich zu versammeln.
Mehr Infos zu den Forderungen und den Möglichkeiten, sich am Streik zu beteiligen, finden sich unter https://frauenstreik.org.

Auch andere wichtige Themen stehen auf der Tagesordnung wie die politische Teilhabe von Frauen mit der Forderung von Parität in den Parlamenten - und das im Jahr des 100jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts.

Und nicht zuletzt: Den Berliner*innen gratulieren wir zu ihrem ersten Frauentag als Feiertag!

tifs-Newsletter 2018/2019

12.02.2019
Unser jährlicher tifs-Newsletter, der Sie über unsere aktuelle Arbeit informiert, ist erschienen.


Hier können Sie ihn downloaden:
tifs-Newsletter 2018_2019

Neue Veröffentlichung

4.12.2018
Crystal Meth-Konsum von Frauen:
„Es ging nicht mehr ohne, es ging nicht mehr mit“

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass der Forschungsbericht des Projekts „Crystal-Konsum von Frauen“ online steht.
Das Projekt wurde vom Forschungsinstitut tifs


e.V. und dem Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen in enger Kooperation mit Expert*innen der Suchthilfe durchgeführt und über das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Download der Studie

Zur Bedeutung der Geschlechterforschung

Newsletter 2017/2018

Februar 2018
Unser aktueller Newsletter
mit dem Schwerpunktthema "Gender- und diversitätsbewusste Didaktik in der Hochschullehre"
tifs Newsletter 2017_2018 (PDF)

"Nach Köln"

Januar 2017
Stellungnahme von tifs
Zur Notwendigkeit der Positionierung sowohl gegen Sexismus als auch gegen Rassismus

 

 

 

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